ein Drüber und Drunter…, Kreuzungspunkte…
Verflochtene und verknotete Seile lassen mich an Lebenswege denken. Sie verdichten sich zu einer lebendig schwingenden Gesamtheit, fast wie eine Gemeinschaft.
Obwohl die gezeichnete Formenvielfalt zweidimensional ist, wirkt sie durch ihre Anordnung und Schattierung wie ein räumliches Gebilde, das in seiner Gesamtheit an etwas Schwebendes erinnert. Wie im realen Leben sind verschiedene Blickwinkel gegeben. Einmal liegt der Schwerpunkt auf das Gesamte, auf das große Ganze, dann auf die Details der verschlungenen Knoten, auf die knotigen Lebenswege.
Jede Verknotung ist anders, keine Wiederholung, keine Doppelung, dafür aber analog zum Menschen eine Ähnlichkeit.
Knotenwelt
Das Knotenbinden reicht bis in die Urzeit zurück. Neben ihrer Verwendung zum Aufzeichnen von Informationen und zum Zusammenbinden von Gegenständen sind Knoten auch wegen ihrer Ästhetik und spirituellen Symbolik faszinierend.
Knoten tauchen in verschiedenen Kulturen auf.
Der Endlosknoten z.B. kommt im Buddhismus vor, auch in keltischen Knotenmustern.
Traditionell wurden Knoten anhand ihrer Kreuzungspunkte katalogisiert.